Dr. Márta Fata: Mobilität und Migration in der Frühen Neuzeit

Umschlag des Buches

Heutzutage ist Migration ein aktuelles und höchst umstrittenes Thema der europäischen Politik. Dabei wird es heute eher selten darüber nachgedacht, dass die räumliche Bewegung von kleineren oder größeren Menschengruppen schon seit der Geburt der Menschheit andauert. Völker, Völkergruppen, verschiedene Gemeinschaften wagten sich im Laufe der Geschichte oft einen gefährlichen Weg in die unbekannte Ferne aus den verschiedensten Gründen wie Hungersnot, Krieg oder Überbevölkerung. Meistens wollten sie bessere Lebensumstände für sich und ihre eigene Familie schaffen. Nicht selten waren sie aber auch dazu gezwungen, die alte Heimat zu verlassen. Die von den Habsburgern geregelte Ansiedlung der deutschen Kolonisten auf den von der Türkenherrschaft befreiten Territorien Ungarns im 18. Jahrhundert war eine der erfolgreichsten Unternehmungen in der europäischen Geschichte.

 

 

 

 

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Kultúrák találkozása a Völgységben

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Die wechselhafte Geschichte Ungarns und die geopolitische Lage des Landes führten dazu, dass es seit der Staatsgründung immer eine multiethnische Bevölkerung hatte. Bemerkenswert dabei ist, dass es innerhalb des Landes auch komplette Kleinregionen gibt, die diese Art von Vielfältigkeit bis heute aufweisen können. Ein gutes Beispiel dafür ist der Talboden, wo sich während seiner Geschichte zwei größere ethnische Umwälzungen vollzogen. Der erste größere Wandel erfolgte während und nach der Türkenherrschaft, als sich die ungarische Bevölkerung wegen der Kriege verringerte bzw. Serben und deutsche Kolonisten angesiedelt wurden und sie dieses Gebiet wieder bevölkerten. Der Talboden entwickelte sich somit zu der von Ungarndeutschen am dichtesten besiedelten Region in ganz Ungarn. Der zweite größere Wandel ereignete sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als Tausende von Ungarndeutschen vertrieben und an ihrer Stelle Szekler aus der Bukowina und Ungarn aus Oberungarn umgesiedelt wurden.

 

 

 

 

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Matthias Grecht / geboren am 8. Mai 1920

Umschlag des Buches

Die Geschichte eines Landes und unserer Volksgruppe kann auch so verstanden werden, dass sie eigentlich aus Einzelschicksalen besteht, die einerseits immer von einzelnen Personen, andererseits aber auch von den politischen Entscheidungen auf Landesebene bestimmt wird. Wenn man also die historischen Zusammenhänge, die Geschehnisse in einem Land, in einer Ortschaft oder in einer Familie eingreifender verstehen möchte, sollte man sich auch mit dem Schicksal des Einzelnen auseinandersetzen.

 

 

 

 

 

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Márta Fata: Rudolf Hartmann – Das Auge des Volkskundlers

Umschlag des Buches

Wer sich mit der Identität und Kultur der Ungarndeutschen befassen und dem „Ursprünglichen und Originellen” nachgehen möchte, soll sich auch mit den wissenschaftlichen Forschungen eingehend beschäftigen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis fast zur Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgten. Vor 1945 hat sich in der Lebensform, Sprach- und Sachkultur sowie in den Traditionen, Bräuchen und der Identität der Ungarndeutschen in ihren Dorfgemeinschaften trotz gewisser technischer und politischer Änderungen bzw. infrastruktureller Entwicklung im Land jahrhundertelang nicht vieles geändert. So waren – und sind bis heute – die ungarndeutschen Dörfer wahre Fundgruben für Ethnografen und Sprachwissenschaftler.

 

 

 

 

 

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Ortsbilder

Umschlag des Buches

Die Lebensweise in einer „typischen” ungarndeutschen Siedlung hat sich im Großen und Ganzen zwischen der Ansiedlung der Deutschen im 18. Jahrhundert bis zu den bekannten Tragödien und Schicksalsschlägen um die Mitte des 20. Jahrhunderts nicht viel geändert. Die Ungarndeutschen führten ein bescheidenes religiöses Leben, wobei dessen Rhythmus und die Zeiteinteilung der Tage, Wochen und Monate von der Natur und der Kirche bestimmt waren. Die deutschsprachigen Bewohner der Städte, die vielerorts einst die Mehrheit ausmachten, erlebten andere Einflüsse und Änderungen. Sie waren der Industrialisierung und den im Reformzeitalter im 19. Jahrhundert ausgelösten Magyarisierungsbestrebungen viel mehr ausgesetzt. Diese Vorgänge waren in der am Ende des 19. Jahrhunderts zur Weltmetropole gewordenen Hauptstadt am eindrucksvollsten zu beobachten. Im Gegensatz zur fast unveränderten ländlich-bäuerlichen Lebensform der ungarndeutschen Dorfbewohner ist aber, zumindest bei der wohlhabenderen Landbevölkerung, eine Veränderung in ihrer Wohnsituation bzw. Sach- und Baukultur zu verfolgen. Dank des Wohlstandes fanden sich von verschiedenen neuen bürgerlichen Baustilen der Großstädte beeinflusste neue Bauweisen und Stile auch in den ungarndeutschen Dörfern wieder.

 

 

 

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Történeti, néprajzi tanulmányok a Tolna megyei Kétyről

Umschlag des Buches

Fachbücher, Studien- oder Konferenzbände nimmt man in die Hand, wenn man recherchieren oder sich in einen wissenschaftlichen Problemkreis vertiefen und das eigene Wissen erweitern möchte. Wir könnten sagen, dass viele Bücher dieser Art den Durchschnittslesern langweilig, ja sogar – ohne tiefere Vorkenntnisse in der entsprechenden Thematik – einfach als nicht geeignet gelten.

 

 

 

 

 

 

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Genuss kennt keine Grenzen

Umschlag des Buches

Die aktive Mitwirkung zusammenhaltender Dorfgemeinschaften im örtlichen Gemeinschaftsleben trägt wesentlich zum kontinuierlichen Bestehen der ganzen ungarndeutschen Volksgruppe auf Landesebene bei. Die unterschiedlichen Tanz- und Kulturgruppen, Freundeskreise sowie Vereine sind beim Erhalt der Traditionen sowie bei der Identitätspflege unentbehrliche Faktoren. Eine solche zusammenhaltende ungarndeutsche Dorfgemeinschaft gibt es in Tarian. Diese Tatsache wurde auch bei einer Zentrum-Veranstaltung im Dezember 2017 im Haus der Ungarndeutschen beweisen. Ein wichtiger Baustein des bunten Gemeinschafts- und Kulturlebens der Tarianer Ungarndeutschen ist die Gemeindepartnerschaft mit dem hessischen Staufenberg. Wie fruchtbar diese Beziehung ist, lässt sich auch daran bemessen, dass die Bürger der zwei Ortschaften 2020 bereits auf eine 30-jährige Gemeindepartnerschaft zurückblicken konnten.

 

 

 

 

 

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