Der Historiker Georg Ritter zeichnet anhand der wissenschaftlichen Auswertung von 162 lebensgeschichtlichen Interviews, die er in 63 Ortschaften Nordtransdanubiens geführt hat, das Schicksal der ungarndeutschen Gemeinschaft zwischen 1940 und 1970 nach.
Tag: Sammlung
Márta Fata (Hrsg.): Melioration und Migration
Der hier vorgestellte, von Márta Fata herausgegebene Studienband Melioration und Migration. Wasser und Gesellschaft in Mittel- und Ostmitteleuropa vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts widmet sich einem zentralen, lange Zeit prägenden Element der vorindustriellen europäischen Landschaft, dem dauerhaft oder periodisch überfluteten Feuchtgebieten. Moore, Sümpfe und Bruchlandschaften waren nicht nur natürliche Gegebenheiten, sondern bereits seit der Frühen Neuzeit Schauplätze gezielter Meliorationsprojekte, deren Ziel die Ausweitung agrarischer Nutzflächen sowie die Intensivierung von Ackerbau, Handel und Verkehr war.
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Görbedi Miklós: 1020 nap az őrtornyok árnyékában. A tiszalöki hadifogolytábor története
Die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers von Tiszalök wurde nicht von Schriftstellern geschrieben. Überlebende, einfache Menschen berichteten von ihren persönlichen Erlebnissen, und ihre schriftlichen Zeugnisse wurden durch jahrelange Arbeit von einem engagierten Lokalhistoriker, Miklós Görbedi, gesammelt. Der hier vorgestellte Band ist eine Dokumentensammlung, die die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers von Tiszalök auf der Grundlage von Quellen, aus persönlichen Perspektiven und mithilfe von Erinnerungen darstellt. Es werden solche Fragen in den Mittelpunkt gerückt, die lange Zeit als tabu galten: Was geschah mit den Toten des Lagers? Wie entstanden Schweigen und Legenden? Auf welche Art und Weise wurden diese später zu Erinnerung und Mahnmal?
40 éve szól a fúvószene Táton 1985-2025
Das hier empfohlene Werk blickt auf die vier Jahrzehnte lange, vorbildliche Tätigkeit der Ungarndeutschen Blaskapelle von Taath zurück. Das Buch beginnt mit dem Grußwort vom Bürgermeister Lajos Turi, das die Leser in persönlichem Ton in die reiche Geschichte der Kapelle einführt und auf ihre Wichtigkeit für die örtliche Gemeinschaft hinweist.
Lieder aus Gereschlak
Dieses von Maria Erb, Margit Schulteisz und János Müller zusammengestellte Buch ist ein kulturelles Zeitdokument, das den immateriellen Schatz der ungarndeutschen Gemeinschaft von Gereschlak/Geresdlak bewahrt und zugleich zum Wiederbeleben einer Singtradition einlädt.

Schőn Mária: Schwäbisches Erzählgut aus Hajosch
Diese zweisprachigeVeröffentlichung gibt einen tiefen Einblick in das geistige Erbe der schwäbischen Gemeinschaft von Hajosch. Durch die ethnografische Sammlung von Mária Schőn entfalten sich Traditionen, die über Generationen hinweg das Alltagsleben der Menschen vor Ort geprägt haben.
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Omas Speisen
Dieses zweisprachige Kochbuch eröffnet einen besonderen Einblick in die Kochtraditionen der schwäbischen Gemeinschaft von Gereschlak. Die Herausgeberinnen haben Rezepte von einfachen, sparsamen, aber mit Herz und Hingabe zubereiteten Gerichten zusammengesammelt, die über Generationen hinweg den Alltag der Familien prägten.
Simányi Frigyes: Baranya megye tájházai, emlékházai, népi épületei
Das 2016 erschienene Buch von Frigyes Simányi ist ein längst überfälliges Werk für Liebhaber der ungarischen Volksarchitektur, denn bisher gab es nur wenige umfassende Veröffentlichungen über die ungarischen Heimatmuseen. Die Besonderheit dieses Bandes liegt darin, dass er nicht nur die Gebäuden selbst vorstellt, sondern auch das kulturelle Erbe beleuchtet, das sich hinter ihnen verbirgt, mit besonderem Augenmerk auf die Bauweise und Traditionen der ungarndeutschen Volksgruppe.
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Harald Heppner (Hg.): Das Dorf im Kopf
Unsere Lektüre dieser Woche ist sowohl eine historische Quelle als auch ein literarisches Werk, die jeden dazu anregt, sich auf seine eigenen Wurzeln und Erinnerungen zu besinnen.
Neues Jahr, neue Bewerbung, neue Bücher für die Ungarndeutsche Bibliothek
Wie in den vergangenen Jahren, auch 2024 hat das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek einen großen Zuschuss vom Bethlen-Gábor-Fondverwalter erhalten.
Im Rahmen des Projekts NKUL-KP-1-2024/3-000589 konnte das Zentrum neue Fachbücher im Wert von 200.000 HUF anschaffen. Diese zwölf sehr wertvollen deutschsprachigen Bücher zur Minderheitenforschung und zum Ungarndeutschtum erweitern nun den Bestand der Ungarndeutschen Bibliothek. So können sich unsere Leserinnen und Leser in der Zukunft über ein breiteres Angebot an Fachbüchern freuen.









