Lieder der Deutschen aus dem östlichen Europa

Im Fokus unserer aktuellen Buchempfehlung steht eine Sammlung mit Liedern der nach Ostdeutschland Vertriebenen.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs mussten Millionen von Deutschstämmigen infolge von Flucht, Vertreibung oder Zwangsumsiedlung ihre Heimat verlassen. Im Gepäck hatten sie nichts als  das Nötigste und ihre eigenen Geschichten sowie Lieder. Viele fanden ihre neue Heimat in Sachsen, doch erst nach 1990 durften sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und ihren Liederschatz wiederbeleben. Bis heute versuchen die örtlichen Chöre die mit der alten Heimat, ihrem Verlust, der Hoffnung und der Versöhnung verbundenen Gefühle mithilfe dieser Lieder zu vermitteln.

In diesem Band veröffentlichten die Herausgeber insgesamt hundertfünfzig Lieder mit Noten aus Ost- und Westpreußen, Pommern, Brandenburg, Schlesien, Böhmen und Mähren, Siebenbürgen, Bessarabien und Russland  bzw. haben diese mit geografischen und historischen Beschreibungen der Regionen versehen. Volkslieder und Hymnen, Stücke, die die alte und die neue Heimat preisen, Vergleichslieder sowie Melodien über Landschaften und Lebenssituationen machen das ganze Buch aus, von denen einige im Dialekt belassen wurden.

Wir empfehlen diesen Band den Liebhabern der deutschen Volksmusik und all jenen, die ihn als pädagogisches Hilfsmittel für den Volkskundeunterricht nutzen möchten.

Lieder der Deutschen aus dem östlichen Europa
Hrsg.: Dr. Manfred Hellmund, Ingrid Labuhn, Rosa Wegelin, Dr. Matthias Donath, Dr. Lars-Arne Dannenberg
Königsbrück : Via Regia Verlag, 2020
208 Seiten
Sprache: Deutsch

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