Der Historiker Georg Ritter zeichnet anhand der wissenschaftlichen Auswertung von 162 lebensgeschichtlichen Interviews, die er in 63 Ortschaften Nordtransdanubiens geführt hat, das Schicksal der ungarndeutschen Gemeinschaft zwischen 1940 und 1970 nach.
Tag: Interview
Ungarndeutsche Literatur im gegenwärtigen Europa
Die Literatur ungarndeutscher Autor:innen der Gegenwart und die Selbstverortung dieser in Europa waren Ausgangspunkt eines vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) sowie der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) geförderten Projekts, das durchgeführt wurde von Judit Klein und Silvia Petzoldt.
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Stefan Sienerth (Hg.): „Immer die Angst im Nacken, meine Erinnerung könnte versagen”
Der Münchner Autor Stefan Sienerth hat ein Buch mit Interviews mit deutschen Minderheitenschriftstellern aus Südosteuropa herausgegeben, das nun in der Ungarndeutschen Bibliothek zu finden ist.
Makra Mónika és Gárdonyi Adrienn: Emlékezz ránk!
Die Thematik der Vertreibung der Ungarndeutschen wurde auch in Ungarn nach der Wende in immer breiteren Kreisen erforscht und behandelt. So entstanden zum Beispiel nicht nur von Historikern erstellte Fachbücher und Studienbände, sondern auch von Studenten erfasste Seminar- und Diplomarbeiten. Des Weiteren wurden auch zahlreiche Erinnerungsschriften geschrieben und über die noch lebenden Zeitzeugen verschiedene Dokumentarfilme gedreht. Auf die breitere Bearbeitung und Erforschung der Schicksalsschläge der Malenkij Robot bzw. das Erscheinen von diesbezüglichen Publikationen musste man noch länger warten.
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Wir sprechen Deutsch – Projekt des Valeria-Koch-Bildungszentrums 2018
Aus pädagogischer Sicht sind Schulprojekte im 21. Jahrhundert äußerst wichtig, denn diese eine tatkräftige Beteiligung verlangen und wesentlich zu den Lernfähigkeiten der Schüler beitragen. Ihre gemeinschaftsbildende, identitätsstärkende Funktion wurde auch in den ungarndeutschen Bildungsinstitutionen erkannt, was auch an der aktiven und zunehmenden Teilnahme von Schülern an dem Ungarndeutschen JugendFilmfest Abgedreht! oder an der TrachtTag-Initiative beweisen lässt.
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László Bodrogi – László Szále: Die Zurückgeflohenen
Wenn man über die Vertreibung der Ungarndeutschen hört, denkt man fast immer nur an die nach Ost- und Westdeutschland ausgesiedelten und an die in Ungarn gebliebenen Menschen.
Vermutlich ist es vielen LeserInnen nicht bekannt, dass es unter ihnen auch Zurückgeflohene gab. Das Thema wurde zuerst von Ágnes Tóth bearbeitet, sie schätzt die Anzahl dieser Leute im Buch „Rückkehr nach Ungarn 1946 und 1950” auf etwa 10000.
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Hildegard Maria Wutzler: Die gestohlene Heimat
Das Schicksal der Deutschen im südlichen, heute zu Serbien gehörenden Teil der Batschka war während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg noch härter als das deren, die auf dem Gebiet der heutigen Ungarn lebten. Manche von ihnen wurden in Internierungslagern verschleppt, viele wurden von den Partisanen umgebracht.
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Lajos H. Barta: Harta
Es gibt viele Wege, um eine Gemeinde vorzustellen. In dieser Veröffentlichung wird die Vergangenheit der Siedlung im Komitat Batsch-Kleinkumanien durch Gespräche mit einstigen und heutigen Bewohnern von Hartau wachgerufen.
Ágnes Tóth: Rückkehr nach Ungarn 1946-1950
2008 erschien das Buch von Ágnes Tóth auf Ungarisch, das einen früher kaum wahrgenommenen Aspekt der Vertreibung untersuchte: das Schicksal derjenigen, die nach Ungarn zurückkehrten. 2012 folgte die deutsche Fassung.
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Eleonóra Matkovits-Kretz (Hg.): „Messze voltam én fogságban, nagy Oroszországban”
Fast 70 Jahre sind seit der Verschleppung von Ungarndeutschen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion vergangen. Die Überlebenden durften lange Zeit nicht einmal darüber sprechen, was sie durchgemacht hatten. Der Deutsche Kreis Fünfkirchen-Branau veröffentlichte bereits einen Band über das Malenkij Robot, in dem Erinnerungen damaliger Gefangenen publiziert wurden. In der hier vorgestellten 2013 erschienenen Publikation werden Interviews bekannt gegeben.
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