Das Buch von Melinda Marinka ist eine grundlegende wissenschaftliche Arbeit zur Erforschung und Interpretation des kulturellen Erbes der deutschen Nationalitätengemeinschaften in Nordostungarn. Basierend auf den früheren Forschungen, und als Fortsetzung des Werks Sváb visszatérők der Autorin bietet diese Publikation ein komplexes, auf mehreren Ebenen angelegtes Bild der Erscheinungsformen und des Fortbestehens schwäbischer Identität.
Category: Buchtipp
Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2
Die nun vorgestellte Publikation ist nicht nur in ihrer Thematik, sondern auch in ihrer Struktur ungewöhnlich. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie in einem einzigen Band zwei, in Ton und Perspektive unterschiedliche, zugleich jedoch organisch miteinander verbundene Teile vereint. Das Werk ist eine Gemeinschaftsarbeit von András Salamin und Maria Herein, die darin auf eigene Erlebnisse sowie persönliche und familiäre Erinnerungen zurückgreifen, um die Welt der vergangenen Jahrzehnte lebendig werden zu lassen.
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Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)
Der Historiker Georg Ritter zeichnet anhand der wissenschaftlichen Auswertung von 162 lebensgeschichtlichen Interviews, die er in 63 Ortschaften Nordtransdanubiens geführt hat, das Schicksal der ungarndeutschen Gemeinschaft zwischen 1940 und 1970 nach.
Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter
Eine Kleinstadt in Sibirien, 1969. Eisige Kälte. Die elfjährige Vera wird von ihren Mitschülern auf einer menschenleeren Straße angegriffen und als Faschistin beschimpft. Tief gedemütigt begibt sich das Mädchen auf die Suche nach ihren Wurzeln. Als ihre Mutter Anna sie in die Familiengeschichte einweiht, beginnt für Vera eine Reise in die Vergangenheit.
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Ament-Kovács Bence: Uradalom és plébánia
Das Buch von Bence Ament-Kovács beleuchtet einen der komplexesten gesellschaftlichen Transformationsprozesse im Südtransdanubien an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert am Beispiel der Mercy-Apponyi-Herrschaft: jenen Vorgang, der sich nach der Rückeroberung der von den Osmanen besetzten Gebiete Ungarns entfaltet hat und in dessen Verlauf sich das ethnische, religiöse und soziale Gefüge der Region grundlegend veränderte.
Márta Fata (Hrsg.): Melioration und Migration
Der hier vorgestellte, von Márta Fata herausgegebene Studienband Melioration und Migration. Wasser und Gesellschaft in Mittel- und Ostmitteleuropa vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts widmet sich einem zentralen, lange Zeit prägenden Element der vorindustriellen europäischen Landschaft, dem dauerhaft oder periodisch überfluteten Feuchtgebieten. Moore, Sümpfe und Bruchlandschaften waren nicht nur natürliche Gegebenheiten, sondern bereits seit der Frühen Neuzeit Schauplätze gezielter Meliorationsprojekte, deren Ziel die Ausweitung agrarischer Nutzflächen sowie die Intensivierung von Ackerbau, Handel und Verkehr war.
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Görbedi Miklós: 1020 nap az őrtornyok árnyékában. A tiszalöki hadifogolytábor története
Die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers von Tiszalök wurde nicht von Schriftstellern geschrieben. Überlebende, einfache Menschen berichteten von ihren persönlichen Erlebnissen, und ihre schriftlichen Zeugnisse wurden durch jahrelange Arbeit von einem engagierten Lokalhistoriker, Miklós Görbedi, gesammelt. Der hier vorgestellte Band ist eine Dokumentensammlung, die die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers von Tiszalök auf der Grundlage von Quellen, aus persönlichen Perspektiven und mithilfe von Erinnerungen darstellt. Es werden solche Fragen in den Mittelpunkt gerückt, die lange Zeit als tabu galten: Was geschah mit den Toten des Lagers? Wie entstanden Schweigen und Legenden? Auf welche Art und Weise wurden diese später zu Erinnerung und Mahnmal?
Maria Frey, Edit Klug: Ungarndeutsches Handwerk
Dieser von Karl Manherz herausgegebene, reich illustrierte Band der Buchreihe Ungarndeutsches Handwerk widmet sich zwei traditionellen Gewerben der Ungarndeutschen: dem Steinmetzhandwerk in Nadasch und dem Seilerhandwerk in Bootsch.
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40 éve szól a fúvószene Táton 1985-2025
Das hier empfohlene Werk blickt auf die vier Jahrzehnte lange, vorbildliche Tätigkeit der Ungarndeutschen Blaskapelle von Taath zurück. Das Buch beginnt mit dem Grußwort vom Bürgermeister Lajos Turi, das die Leser in persönlichem Ton in die reiche Geschichte der Kapelle einführt und auf ihre Wichtigkeit für die örtliche Gemeinschaft hinweist.
Lieder aus Gereschlak
Dieses von Maria Erb, Margit Schulteisz und János Müller zusammengestellte Buch ist ein kulturelles Zeitdokument, das den immateriellen Schatz der ungarndeutschen Gemeinschaft von Gereschlak/Geresdlak bewahrt und zugleich zum Wiederbeleben einer Singtradition einlädt.









